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Bei der Bahn auf der Erfolgsspur

FAIST Anlagenbau installiert Schallschutz an Hochgeschwindigkeitstrassen der Bahn

 

Von Peter Bauer

Niederraunau: Es ist ein ganz neuer Markt für Faist Anlagenbau. Die Niederraunauer Firma hat jetzt die offizielle Zulassung der Bahn für die Schallschutzinstallierung an Hochgeschwindigkeitsstrecken erhalten. Geschäftsführer Wilhelm Braun hofft mittelfristig auf ein Auftragsvolumen von rund fünf Millionen Euro im Jahr und 20 bis 30 Arbeitsplätze in diesem Bereich.

Schallschutz fertigt die Firma seit vielen Jahren für verschiedenste Bereiche wie Kraftwerke oder auch Druckmaschinen. Zur Produktpalette gehören ferner akustische Prüfstände und auch Windkanäle. Im Verkehrsbereich, insbesondere im Schienenbereich, rechnet die Firma jetzt mit weiteren lukrativen Aufträgen. Denn in Deutschland gibt es nach Auskunft von Braun nur noch zwei weitere Firmen mit der offiziellen Zulassung der Bahn für Schallschutz an Hochgeschwindigkeitsstrecken.

Viel Detailarbeit war im Vorfeld nötig, bevor die Bahn in Sachen Zulassung grünes Licht gab. Rund drei Jahre hat eine vierköpfige Mitarbeitergruppe der Firma an diesem das Projekt gearbeitet, berichtet Wolfgang Huber, Leiter des Bereichs Projektabwicklung und Engineering. Umfangreiche Versuche und Dauertests seien notwendig gewesen.

Bis zu einer Geschwindigkeit von 300 Stundenkilometern


Nun kann die Firma Strecken der Bahn mit einer zulässigen Geschwindigkeit bis zu 300 Stundenkilometer mit Schallschutz ausstatten. Auch im Straßenverkehr möchte die Firma ihre Aktivitäten verstärken. Entlang der Burgauer Straße wird derzeit für das neue Baugebiet in diesem Bereich der Schallschutz installiert.

Beim Schallschutz für Schiene und Straße geht Faist technisch neue Wege. Von Vorteil sei, dass die Elemente aus Aluminium gefertigt werden, selbsttragend sind und keinen zusätzlichen Rahmen benötigen. Dieses Konstruktionsprinzip spare Ressourcen und vereinfache die Produktion der Elemente. Rund 2,5 Millionen Euro hat die Firma in den Ausbau der eigenen Fertigungsanlagen investiert. Eine neue Fertigungslinie ermöglicht die Herstellung von sechs Meter langen Elementen.

Nach Auskunft von Geschäftsführer Braun will die Bahn in den kommenden Jahren rund 30 Milliarden Euro in den Ausbau vor allem der Hochgeschwindigkeitstrassen investieren. Dies bedeute auch einen hohen Bedarf an Lärmschutz. Auch aus anderen Ländern wie Österreich, der Schweiz, Australien und Indien würden bereits Anfragen vorliegen.

Die letzte Rezession 2008/2009 hat die Firma verspätet getroffen. Nach Mitteilung von Braun war von Januar bis März dieses Jahres noch Kurzarbeit angesetzt. Inzwischen sei aber die Talsohle durchschritten, man blicke zuversichtlich nach vorn.

Der Jahresumsatz, der zuletzt bei 30 Millionen Euro lag, könnte im neuen Geschäftsjahr auf rund 36 Millionen Euro steigen, hofft Braun (siehe auch Infokasten). Zu den 250 fest beschäftigten Mitarbeitern zählen insgesamt 44 Auszubildende. Vor Kurzem hat die Firma Faist ein neues Ausbildungszentrum eingerichtet.

 

http://www.augsburger-allgemeine.de/krumbach/Bei-der-Bahn-auf-der-Erfolgsspur-id17870866.html



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Mitarbeiter Jochen Gogoll, Wolfgang Huber (Leiter der Abteilung Projektentwicklung und Engineering) sowie FAIST-Geschäftsführer Wilhelm Braun am Leitstand des Blechzentrums, in dem die Schallschutzelemente gefertigt werden.

 
 
18.05.2012 | Print this Site© 2012 FAIST Anlagenbau, INCREON
 

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